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Marinechronometer








Henry Frodsham, Liverpool
Schiffschronometer
 

Bestellnummer:

  PTW 1679


Datiert:

  ca. 1850


Gehäuse:


dreiteiliges Mahagonigehäuse mit Messingbeschlägen und Tragegriffen auf jeder Seite.


Zifferblatt:


Versilbertes Zifferblatt mit schwarzen römischen Ziffern. Zwei Hilfszifferblätter für die Sekunde bei VI Uhr Position und für die 48 Stunden-Gangreserveanzeige unterhalb der "XII".


Beschreibung:


Henry Frodsham was born in 1802 in Liverpool as the son of William James Frrodsham who in turn was grandson of the great William Frodsham of Kingsgate St.
He had the following workshops:
1828-1831 54 Castle Street, Liverpool
1831-1838 38 Castle Street, Liverpool
1839-1844 40 Castle Street, Liverpool
1847-1856 17 South Castle Street, Liverpool
He died in 1858.
(Comp.: Mercer, T., Chronometer Makers of the World", N.A.G. Presse, London 2004, p.145)


EINE KURZE EINFÜHRUNG ZUM LONGITUDINALPROBLEM
Das große Problem der reisenden Menschheit, sei es zu Lande, zu Wasser oder in der Luft, bestand immer in der exakten Positionsbestimmung auf der Erdoberfläche. Die Schifffahrt vergangener Jahrhunderte hatte mit der Unzulänglichkeit zu kämpfen, dass, wenn sich die Seefahrer aus dem Sichtbereich der Küste entfernten, sie sich durch unzureichende Navigationsmöglichkeiten mit Schätzungen und Zufallsergebnissen zufrieden stellen mussten. Man konnte mit guten Astronomiekenntnissen in etwa die geographische Breite errechnen, die geographische Länge in Bezug auf einen Festpunkt der Erdoberfläche zu bestimmen, war ohne die noch fehlenden Instrumente nicht möglich. Auch die wenigen vorhandenen Land- und Seekarten waren nicht geeignet, größere Navigationsprobleme zu beseitigen. Dadurch hatten orientierungslose Schiffe nur die Möglichkeit ost- oder westwärts der Zielbreiten zu segeln, um den gesuchten Punkt zu finden. Es wurde darum schon bald klar, daß eine Lösung für das Longitudinalproblem gefunden werden musste.
Bereits im Jahre 1589 setzte König Philipp III. von Spanien eine lebenslängliche Pension für denjenigen aus, der eine praktische Lösung finden würde. 1610 folgten die Generalstaaten der Niederlande mit einer Prämie von 100.000 Gulden und 1716 auch die französische Regierung mit einer Prämie von 100.000 Livres für den Erfinder einer brauchbaren Longitudinalbestimmung. Das englische Parlament unter Königin Anne versprach ebenfalls Prämien in Höhe von zehn- bis zwanzigtausend Pfund für die Einhaltung bestimmter Genauigkeiten zur See (Act of Queen Anne). Es wurden von verschiedenen Ländern Vorschläge und Berechnungen zu diesem Preisausschreiben vorgetragen. Bis weit in die erste Hälfte des 18. Jahrhunderts hinein konnten jedoch keine gravierenden Erfolge erzielt werden.
Die Anforderung, mechanische Räderuhren herzustellen, die auch auf See mit hinreichender Genauigkeit die Zeit anzugeben in der Lage waren, erfüllte erstmals John Harrison Mitte des 18. Jahrhunderts mit seinem berühmten H-4 Chronometer. Nach langem Disput mit der englischen Regierung erhielt John Harrison in Juni 1773 die volle Prämie zugesprochen. Ab diesem Zeitpunkt wurden nach und nach alle Schiffe mit Chronometern ausgestattet, da nun eine hinreichend genaue Möglichkeit Zeitbestimmung auf See und damit der Longitudinalbestimmung gegeben war. Dies funktionierte so:
Der Kapitän bestimmt aus einer Sonnenmittagsfeststellung die Sonnenzeit seines aktuellen Standorts. Die Lokalzeit des Ausgangshafens wird durch den Bord-Schiffschronometer angezeigt. Die genaue Lage auf Längen- und Breitengrad des Ausgangshafens ist ebenfalls bekannt. Nun kann aus der Differenz der aktuellen Sonnenzeit und der angezeigten Zeit des Schiffschronometers der Längenunterschied berechnet werden, da eine Stunde Ortszeit-Unterschied eine Längendifferenz von 15°, bzw. einer Zeitminute 15 Bogenminuten entsprechen. 


Größe:


H ca. 17 cm
T ca. 15,3 cm
B ca. 15,3 cm


Werk:


Chronometerwerk


Zustand:


unberührt und unrestauriert


Interne Nummer:


15615


Preis:


SOLD




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